Mit großer Betroffenheit nimmt die GFB Abschied von
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg-Dietrich Hoppe,
dem langjährigen Präsidenten der Bundesärztekammer. Mit ihm verliert die deutsche Ärzteschaft nicht nur einen ihrer herausragenden Interessenvertreter, sondern auch eine zentrale Identifikationsfigur.
Prof. Jörg-Dietrich Hoppe hatte stets ein Ziel vor Augen: die Einigkeit der Ärzte. Sein Engagement galt der ärztlichen Freiberuflichkeit und dem Kampf gegen den wachsenden ökonomischen Druck auf die Ärzteschaft. „In der aktuellen Situation unseres Gesundheitswesens, in der wir Ärzte mehr und mehr zu passiven Teilnehmern eines ökonomischen Systems werden, können wir uns alle etwas von seinem beharrlichen und nachhaltigen Engagement wünschen", so Dr. Siegfried Götte, Präsident der GFB.
Prof. Hoppe ist zurückhaltend und bescheiden, mit Nachdruck, Leidenschaft und hohem ethischen Anspruch für die Belange von Ärzten und Patienten eingetreten. Es ging diesem vorbildlichen Kollegen und feinsinnigen Menschen mit seinem leisen Humor als Vertreter der Ärzteschaft nie um Macht, sondern immer nur um ein solides Gesundheitssystem und eine gute Betreuung der sich ihm anvertrauenden Patienten. Vor dem Hintergrund seiner beruflichen Kompetenz war er aus Sicht der GFB ein glaubwürdiger Vertreter und Impulsgeber der deutschen Ärzteschaft.
Der exzellente Kenner der Gesundheitspolitik war nicht allein Visionär und Führungspersönlichkeit - er war auch Berater, Förderer und Freund. Umso trauriger ist der Verlust für alle, die ihn kannten. Umso dankbarer erinnern sich all jene, die von seinem Wissen profitieren konnten.
Die GFB wird einem großen BÄK-Präsidenten ein ehrenvolles Andenken bewahren.







