Den Vorschlag der Arbeitsministerin, den Ärztemangel in Deutschland durch eine Senkung der Zugangshürden für ausländische Ärzte zu kompensieren,
sieht die GFB aufgrund der zu erwartenden Probleme sehr kritisch. Die GFB erwartet aufgrund der Fremdsprachigkeit der Bewerber erhebliche Verständigungsprobleme in der direkten Patientenversorgung wie bereits in einigen Bundesländern festgestellt. Aufgrund anderer, mit der deutschen Weiterbildungsordnung nicht vergleichbarer Weiterbildungsgrundlagen ist ein Absinken der gewohnten Versorgungsqualität zu fürchten.
In der Absenkung des bislang geltenden Honorarniveaus von 66 auf 44 tausend Euro als eines der Zuwanderungskriterien sieht die GFB die Vorgabe für eine weitere Verschärfung des Preisdumpings ärztlicher Vergütung mit der Folge eines sich konsequent weiterentwickelnden Attraktivitätsverlustes für den ärztlichen Beruf in Deutschland. Dies unterstützt die sich bereits über Jahre fortsetzende Abwärtsspirale.
Der Vorschlag der Arbeitsministerin führt zu einer Gefährdung der Gesundheitssysteme der Herkunftsländer und ist damit unsozial und unsolidarisch. Das Abwerben ausländischer Ärzte kann nur zur Beeinträchtigung der dortigen Gesundheitssysteme führen, wie bereits von der World Medical Organisisation (WMO) früher dargestellt. Der Vorschlag der Arbeitsministerin gleicht damit einem Schildbürgerstreich mit nicht bedachten Folgen, so
Dr. med. Siegfried Götte, Präsident der GFB.







