Kaum haben die Fachärzte mit dem Vorwurf der doppelten FA-Schiebe aufgeräumt und die komplementären Versorgungsstrukturen der ambulanten und stationären fachärztlichen Versorgung dargestellt, positioniert sich die Bundesärztekammer mit der Forderung nach einer Reduktion der fachärztlichen Versorgung.

Diese Forderung ist aus Sicht der GFB mit dem fachärztlichen Selbstverständnis, den Inhalten der Weiter- Bildungsordnung und in weiteren Punkten nicht nachvollziehbar.

Einerseits entwickelt sich die Zahl der Hausärzte trotz vielfältiger und seitens der Fachärzte mit finanzierten Förderung der Ausbildung zum Hausarzt rückläufig. Die Überalterung der Hausärzte bietet für die Forderung der BÄK aus Sicht der GFB kein Belastungspotential, um dies geforderte Quotierung  auch nur annähernd zu erfüllen. Statt dieser Forderung  ist die Bundesärztekammer aufgerufen, den Facharzt nicht nur als Spezialisten, sondern auch als Versorger zu sehen, wie dies in praxi traditionell gelebt wird.

Die Forderung der Bundesärztekammer lässt die Erkenntnis völlig außer Acht,dass die Versorgungsqualität vieler Erkrankungen und Volkskrankheiten fachärztliche Versorgungskompetenz erfordert, um die frühzeitige Diagnose zu stellen und den Patienten zielgerichtet zu behandeln.

Die Stärkung der flächendeckenden wohnortnahen fachärztlichen Versorgung erscheint aus Sicht der GFB ein Muss für die weitere Verbesserung der Versorgungsqualität sowie den Abbau von Unter- und Fehlversorgung mit damit der Reduktion der Folgekosten vieler Erkrankungen! Rationierung der fachärztlichen Versorgung ist aus Sicht der GFB der falsche Weg und zur Verbesserung der Versorgung der falsche Weg.