Grundsätzlich begrüßt die GFB die beschlossenen Eckpunkte der Regierungskoalition als Einstieg in eine zukunftsorientierte Umgestaltung des Gesundheitswesens. Vorbehalte bestehen seitens der GFB aber gegenüber den geplanten Einsparmaßnahmen in der ärztlichen Versorgung bei den bekannten Finanzierungsdefiziten besonders in der ambulanten Versorgung. Die GFB befürchtet allerdings eine weitere Verschlechterung der Nachwuchssituation und fordert deshalb, die Attraktivität des Arztberufes zu verbessern.
Der Forderungskatalog der GFB im Einzelnen:
- Stärkung der kurativen Versorgung zur Vermeidung von Folgekosten in Rente und Pflege
- statt Rationierung und Fehlversorgung Priorisierung defizitärer Leistungsbereiche
- Verbesserung strukturierter Behandlungsabläufe durch stärkere Berücksichtigung ärztlicher Kompetenz auf der Basis der Weiterbildungsqualifikation statt hausarztzentrierter Monopolbildung
- Stärkung des Facharztes zur Verbesserung der Versorgungsqualität
- Orientierung der ambulanten und stationären fachärztlichen Versorgung nach dem Motto ambulant vor stationär als Ausdruck einer komplementären fachärztlichen Versorgungsstruktur, statt Öffnung der Kliniken nach § 116b
- Anreiz-Systeme zur Lösung regionaler Versorgungsdefizite statt Bonus/Malus-Regelung
- Regionalisierung statt bedingungsloser Zentralisierung zur Lösung von Versorgungsfragen
- Beschränkung des Leistungskatalogs – Innovationen nur mit neuem Geld
- Kostenerstattung als Option für Arzt und Patient
Nur dann haben Konzepte eine Chance, das Gesundheitswesen nachhaltig zu reformieren, meint Dr. med. Siegfried Götte, Präsident der GFB.







