Berlin: 07. Sept. 2009
Angesichts der gegen Krankenhäuser und Ärzte erhobenen Korruptionsvorwürfe drängt sich der Eindruck auf, dass ein ernstes Thema wieder einmal in der medialen und politischen Öffentlichkeit missbraucht wird und das ohnehin fragile Vertrauensverhältnis zwischen Krankenhäusern, Ärzten und Patienten erneut belastet werden soll. So fühlte sich ein Verbraucherberater (?) bemüßigt, Patienten zu Misstrauen gegenüber ihrem Arzt aufzurufen - ein Vorschlag, der mehr als fragwürdig ist oder sollte er eher der eigenen medialen Präsentation dienen?
Dass im Verhältnis Ärzte - andere Leistungserbringer im Gesundheitswesen Grauzonen bestehen ist allen Beteiligten seit langem bekannt jedoch im Einzelnen kaum nachweisbar. Dass diese Diskussion gerade jetzt hochkocht ist sicher nicht den angeprangerten Vorgängen geschuldet, sondern soll eher von anderen Defiziten der Gesundheitspolitik in einem Bundestagswahlkampf ablenken. Nichtsdestoweniger müssen die erhobenen Korruptionsvorwürfe aufgeklärt und unnachsichtig verfolgt und auch geahndet werden. Hierzu sind alle beteiligten Institutionen aufgerufen und aufgefordert
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